Open Source Seeds

  • Dieses Thema hat 10 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Monaten, 1 Woche von Irisfreundin.
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  • #1222
    Kordelia
    Teilnehmer

    Seit wenigen Jahren gibt es auch in Deutschland Initiativen, Saatgut ohne Patente und Lizenzen anzubieten. Die Idee ist, Saatgut für samenfeste Pflanzen anzubieten, die dann wieder für die (private) Samengewinnung dienen. Dabei geht es nicht nur um die Erhaltung traditioneller Sorten, sondern auch um den Schutz erfolgversprechender Neuzüchtungen.

     

    Eine dieser Initiativen nennt sich „Samenfest“ und ist in der Region Breisgau beheimatet. Es gibt dort Bio-Saatgut für meist traditionelle Sorten. Informationen

     

    Eine umfassendere Organisation nennt sich „Open Source Seeds“. Wenn man deren Samen kauft, muss man einen „Lizenzvertrag“ unterschreiben, dass man die Samen nicht selber lizenzieren oder patentieren lässt. Ihr Angebot umfasst auch Getreide-Saatgut für Bauern und Tomaten-Neuzüchtungen der Universität Göttingen wie Sunviva und Vivaroma, die speziell für Hobbygärtner gedacht sind.

    Informationen

    Leider sind die Samen ziemlich teuer, aber da man sie nur einmal kaufen muss und dann selber weitervermehren kann, amortisiert sich das über die Jahre.

     

    Gruß

    Kordelia

     

    Ein Garten macht glücklich!

    #1224
    Trachy
    Teilnehmer

    Seit wenigen Jahren gibt es auch in Deutschland Initiativen, Saatgut ohne Patente und Lizenzen anzubieten. Die Idee ist, Saatgut für samenfeste Pflanzen anzubieten, die dann wieder für die (private) Samengewinnung dienen. Dabei geht es nicht nur um die Erhaltung traditioneller Sorten, sondern auch um den Schutz erfolgversprechender Neuzüchtungen. Eine dieser Initiativen nennt sich „Samenfest“ und ist in der Region Breisgau beheimatet. Es gibt dort Bio-Saatgut für meist traditionelle Sorten. Informationen Eine umfassendere Organisation nennt sich „Open Source Seeds“. Wenn man deren Samen kauft, muss man einen „Lizenzvertrag“ unterschreiben, dass man die Samen nicht selber lizenzieren oder patentieren lässt. Ihr Angebot umfasst auch Getreide-Saatgut für Bauern und Tomaten-Neuzüchtungen der Universität Göttingen wie Sunviva und Vivaroma, die speziell für Hobbygärtner gedacht sind. Informationen Leider sind die Samen ziemlich teuer, aber da man sie nur einmal kaufen muss und dann selber weitervermehren kann, amortisiert sich das über die Jahre. Gruß Kordelia

    Danke für die Info!
    Bei mir wären momentan nur Tomaten interessant.
    Leider habe ich seit einigen Jahren die Samtfleckenkrankheit in meinem Gewächshaus und kann nur noch Sorten anbauen die explizit dagegen resistent sind.
    LG Jürgen
    #1225
    Kordelia
    Teilnehmer
    Leider habe ich seit einigen Jahren die Samtfleckenkrankheit in meinem Gewächshaus und kann nur noch Sorten anbauen die explizit dagegen resistent sind.
    Samtfleckenkrankheit ist ein Gewächshausproblem. Die Tomatensamen bei Open Source Seeds sind fürs Freiland und speziell auf Resistenz gegen Phytophthora infestans (Braunfäule) gezüchtet. Ich hatte sie in meinem Garten direkt neben Kartoffeln stehen und sie waren gesund, bis der Frost kam. Ich habe noch nie Tomaten im Gewächshaus gezogen.
    Gruß
    Kordelia

    Ein Garten macht glücklich!

    #1226
    Irisfreundin
    Teilnehmer

    Das kann ich bestätigen (Kordelia hatte damals Pflanzen von mir). Alle Tomaten stehen im Freien und sind Wind und Wetter ausgesetzt.

    Es kommt

    • auf die Sorte an. Alles, was man in Samentüten und als „normale“ Pflanzen auf dem Markt und im Baumarkt kaufen kann, stammt aus Züchtungen fürs Gewächshaus, denen die natürliche Resistenz gegen Braunfäule verloren gegangen ist.
    • den Ansteckungsdruck an. Wenn in einem dicht bestandenen Beet eine Tomate Braunfäule bekommt, steckt sie die normalerweise gesunden Nachbarn auch an.

     

    Eine andere Freundin von mir hat es ausprobiert: Ein Jahr hatte sie nur Pflanzen von mir und keine Braunfäule. Im nächsten Jahr hat sie eine „normale“ Tomatenpflanze vom Markt daneben gesetzt. Im Lauf des Sommers, bei jeder Regenperiode, wanderte die Braunfäule durch ihren Bestand. Jetzt baut sie nur noch Pflanzen von mir an.

     

    Letztes Jahr habe ich übrigens die Sorte ausprobiert, die jetzt Vivaroma heißt, sie hatte damals noch eine Zuchtnummer. Zuerst wollte sie gar nicht, sie hat im Schatten unter einem Baum gestanden und ist erst einmal ins Licht gewachsen. Als Frost drohte und ich sie einräumen musste, hing sie dann voller dicker Trauben, die auf dem linken Tablett:

     

    Sie sind alle nachgereift und wir hatten bis Dezember wohlschmeckende Tomaten. Die längliche Sorte ist „Andenhorn“, die ich seit ca. 20 Jahren weitervermehre.

     

    Gruß

    Irisfreundin

    Richtig scheitern: Aufstehen, Krone richten, weitermachen

    #1227
    Trachy
    Teilnehmer

    Das kann ich bestätigen (Kordelia hatte damals Pflanzen von mir). Alle Tomaten stehen im Freien und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Es kommt

    • auf die Sorte an. Alles, was man in Samentüten und als „normale“ Pflanzen auf dem Markt und im Baumarkt kaufen kann, stammt aus Züchtungen fürs Gewächshaus, denen die natürliche Resistenz gegen Braunfäule verloren gegangen ist.
    • den Ansteckungsdruck an. Wenn in einem dicht bestandenen Beet eine Tomate Braunfäule bekommt, steckt sie die normalerweise gesunden Nachbarn auch an.

    Eine andere Freundin von mir hat es ausprobiert: Ein Jahr hatte sie nur Pflanzen von mir und keine Braunfäule. Im nächsten Jahr hat sie eine „normale“ Tomatenpflanze vom Markt daneben gesetzt. Im Lauf des Sommers, bei jeder Regenperiode, wanderte die Braunfäule durch ihren Bestand. Jetzt baut sie nur noch Pflanzen von mir an. Letztes Jahr habe ich übrigens die Sorte ausprobiert, die jetzt Vivaroma heißt, sie hatte damals noch eine Zuchtnummer. Zuerst wollte sie gar nicht, sie hat im Schatten unter einem Baum gestanden und ist erst einmal ins Licht gewachsen. Als Frost drohte und ich sie einräumen musste, hing sie dann voller dicker Trauben, die auf dem linken Tablett: Sie sind alle nachgereift und wir hatten bis Dezember wohlschmeckende Tomaten. Die längliche Sorte ist „Andenhorn“, die ich seit ca. 20 Jahren weitervermehre. Gruß Irisfreundin

    Die Tomaten-Freilandkultur habe ich hier schon seit zig-Jahren aufgegeben. Bei unserem feuchten Sommerwetter im Allgäu ist ein Erfolg damit fast schon wie ein Lottogewinn, ohne ein Dach geht es fast nicht.
    Übrigens, die Andenhorn kultiviere ich auch schon lange und pflanze jedes Jahr ein paar Pflanzen, obwohl sie auch von der Samtfleckenkrankheit befallen werden, ich habe die Sorte einfach zu gern.
    LG Jürgen
    #1228
    Kordelia
    Teilnehmer
    Die Tomaten-Freilandkultur habe ich hier schon seit zig-Jahren aufgegeben. Bei unserem feuchten Sommerwetter im Allgäu ist ein Erfolg damit fast schon wie ein Lottogewinn, ohne ein Dach geht es fast nicht.
    Übrigens, die Andenhorn kultiviere ich auch schon lange und pflanze jedes Jahr ein paar Pflanzen, obwohl sie auch von der Samtfleckenkrankheit befallen werden, ich habe die Sorte einfach zu gern.
    LG Jürgen
    Dann würde ich es jetzt wieder versuchen. Freilandtomaten schmecken einfach um ein Vielfaches besser als Gewächshausfrüchte. Setz einfach eine von deinen Andenhorn (ich hoffe du hast alten Samen, sonst lass dir von Irisfreundin welchen schicken) irgendwo frei ins Beet, wo sie ordentlich Wind bekommt für die Bestäubung. Das Gleiche an anderer Stelle kannst du mit einer Vivaroma machen.
    Ein Dach ist ganz schlecht, es hält sowohl Regen als auch UV-Strahlung für den Geschmack ab. Dann muss man gießen. Meistens wird zu viel gegossen – wenn es nicht regnet, reicht alle zwei Tage völlig.
    Probier es aus!
    Gruß
    Kordelia

    Ein Garten macht glücklich!

    #1229
    Trachy
    Teilnehmer
    Die Tomaten-Freilandkultur habe ich hier schon seit zig-Jahren aufgegeben. Bei unserem feuchten Sommerwetter im Allgäu ist ein Erfolg damit fast schon wie ein Lottogewinn, ohne ein Dach geht es fast nicht.
    Übrigens, die Andenhorn kultiviere ich auch schon lange und pflanze jedes Jahr ein paar Pflanzen, obwohl sie auch von der Samtfleckenkrankheit befallen werden, ich habe die Sorte einfach zu gern.
    LG Jürgen
    Dann würde ich es jetzt wieder versuchen. Freilandtomaten schmecken einfach um ein Vielfaches besser als Gewächshausfrüchte. Setz einfach eine von deinen Andenhorn (ich hoffe du hast alten Samen, sonst lass dir von Irisfreundin welchen schicken) irgendwo frei ins Beet, wo sie ordentlich Wind bekommt für die Bestäubung. Das Gleiche an anderer Stelle kannst du mit einer Vivaroma machen.
    Ein Dach ist ganz schlecht, es hält sowohl Regen als auch UV-Strahlung für den Geschmack ab. Dann muss man gießen. Meistens wird zu viel gegossen – wenn es nicht regnet, reicht alle zwei Tage völlig.
    Probier es aus!
    Gruß
    Kordelia
    Eigentlich bin ich mit dem Geschmack meiner Tomaten aus dem Gewächshaus sehr zufrieden, auch Freunde die welche abbekommen loben immer den Geschmack.
    Das GW ist mit echten Plexiglas eingedeckt, das ja UV-Licht durchlässt, vielleicht  liegt es ja daran.
    Mit dem Gießen bin ich selbst im GW vorsichtig, wo ja nichts von oben kommt, oft bekommen die Pflanzen erst nach Wochen wieder Wasser. Beim Roden im Herbst sind die Wurzeln oft meterweit durch den Boden gezogen auf der Suche nach Wasser.
    Der österreichische Tomaten-Papst(Name fällt mir gerade nicht ein) aus dem Burgenland rät ja wegen des Geschmacks  total vom Gießen ab, zumindest im Freiland und dort in der Gegend ist eh schon sehr trocken.
    Aber  ich werde auf deinen Rat heuer mal einen erneuten Versuch mit der Andenhorn im Freiland starten.
    Die hatte ich früher nie im Freien kultiviert.
    LG Jürgen
    #1258
    Sabine LDK
    Teilnehmer

    Die Andenhorn (Andenhörnchen) hatte ich auch mal, die waren super lecker. leider hatte sie in den folgenden Jahren nie mehr richtig funktioniert. Ich weiß den Grund nicht, evtl. schlechtes Saatgut? Ich habe sie nicht mehr groß bekommen, dass ich sie überhaupt hätte auspflanzen können. Sie haben schon als Sämlinge gemickert und sind eingegangen.

    #1262
    Irisfreundin
    Teilnehmer

    Die Andenhorn (Andenhörnchen) hatte ich auch mal, die waren super lecker. leider hatte sie in den folgenden Jahren nie mehr richtig funktioniert. Ich weiß den Grund nicht, evtl. schlechtes Saatgut? Ich habe sie nicht mehr groß bekommen, dass ich sie überhaupt hätte auspflanzen können. Sie haben schon als Sämlinge gemickert und sind eingegangen.

    Hast du das Saatgut selbst genommen oder neues gekauft? Soll ich dir was schicken oder kommst du auf dem Weg nach Frankfurt hier vorbei?
    Gruß
    Irisfreundin

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    #1271
    Sabine LDK
    Teilnehmer

    Hallo Hannelore,

    ich hatte Saatgut neu gekauft.

    Für dieses Jahr ist das kleine Gemüsebeet schon anderweitig verplant, aber für nächstes Jahr würde ich gerne nochmal darauf zurückkommen. 🙂

    #1273
    Irisfreundin
    Teilnehmer

    Hallo Hannelore, ich hatte Saatgut neu gekauft. Für dieses Jahr ist das kleine Gemüsebeet schon anderweitig verplant, aber für nächstes Jahr würde ich gerne nochmal darauf zurückkommen. 🙂

    Kein Problem, melde dich einfach. Du kannst auch fertige Pflanzen haben, ich verschenke sowieso immer viele.
    Gruß
    Irisfreundin

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